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Nazi-Versandhandel adelt Münchner FDÄ mit einem Anti-Button PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Pressevertreter   
Sonntag, 6. Juli 2008

 Definition „Neid“:

Das ethisch vorwerfbare, gefühlsmäßige (emotionale) Verübeln der Besserstellung konkreter Anderer. Fehlt es am ethischen Vorwurf, spricht man auch von Unbehagen gegenüber Überlegenheit, die man selber gerne hätte und nicht zu erreichen vermag.

 

So erhielten wir vor kurzem aus der Münchner Fallobst-Szene den Wink, dass ein Versandhandel für Neonazi-Devotionalien südlich von München uns, der einzig wahren nationalen Kraft, nunmehr einen Anti-Button gewidmet hat. Wir deuten dies als Unbehagen gegenüber unserer Überlegenheit, die das Fallobst gerne hätte, aber nicht zu erreichen vermag. Wir fühlen uns geehrt, denn nichts anderes hatten wir erwartet:

 Nachdem wir dieses Kunstwerk per Weltnetz einmal quer durchs gesamte Reich geschickt hatten, trudelten neben diversen Glückwunschbezeugungen und den Fragen, ob sich die Betreiber des Lüftchenversand24 dafür nicht zumindest eine Dankeskarte verdient hätten, auch Meldungen gänzlich anderer Art ein, unter anderem konstruktive Kritik. Kein Wunder, denn unsere Ansprüche waren schon immer angemessen hoch. Also sehn wir uns den Button mal genauer an:

 

„STOPPT DIE BIRNEN“

Dies ist zweifelsohne eine Anspielung auf unserer Frauenorganisationen, dem B.W.B. Warum das Fallobst aber gerade lediglich unseren weiblichen Aktivisten  Einhalt gebieten möchte, ist uns ein Rätsel. Vermutlich lässt sich dies aber mit dem grenzenlos Neid auf unsere beispiellose Frauenquote erklären, mit der andere pseudonationalistische Splittergruppen schlichtweg nicht mithalten können.

 

„VON DER APFELF´RONT“

Selbst eingehende Nachforschungen im Weltnetz konnten uns nicht vermitteln, warum hier ein Apostroph gesetzt wird. Bevor wir jetzt aber wegen dieses kleinen weißen Striches uns im Spinnen sagenhafter Verschwörungstheorien ergehen, erklären wir es uns lieber einfach damit, dass Rechts´schreibung noch nie des Fallobstes Stärke war.

 

Das Apfelmotiv

Kennern der Bewegung dürfte dieser peinliche Fauxpas zuerst aufgefallen sein. Mal abgesehen von der Farbe und dem auf der richtigen Seite platzierten Blattes, ist an diesem Motiv so ziemlich alles falsch gemacht worden, was überhaupt geht. Um es kurz zu machen: Proportion, Form, Ästhetik – alles mangelhaft.

 

Der durchstoßene Apfel

Wenngleich dem ein oder anderen Apfel beim ersten Anblick dieses Logo leichte Magenschmerzen plagten angesichts der Brutalität eines durchstoßenen Apfels, so wird gleich auf dem zweiten Blick klar, dass das vermeintliche Blut (in barbie-rosa – etwa ein Wink in Richtung der Banner des RNF?) keineswegs aus dem Apfel tröpfelt, sondern eindeutig und ganz und gar aus der Lanze, wodurch erneut die Überlegenheit des Apfels seinen Feinden gegenüber demonstriert wird.

 

Preis: 1,20 €

OK, wenigstens ein Detail, an dem wir nichts auszusetzen haben.

Ganz im Gegenteil. So deuten wir dies als Zeichen, dass das Fallobst – wenn auch noch etwas schüttern – sich endlich die Allmacht unseres geliebten Führers Alf Thum eingesteht.

 

 

Wir fordern daher die Betreiber des Kräftigpusteversand24 auf, die hier aufgeführten Mängel binnen einer Frist von 82 Tagen zu beseitigen und uns vorab eine korrigierte Version des Anti-FDÄ-Button zur Freigabe vorzulegen.

 

 

In diesem Sinne

82 1-20

 



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